PREMIERE: “Achtzehn Einhundertneun – Paradies”

Uraufführung von Anne Rabe und Citizen.KANE.Kollektiv
Premiere: 3. Oktober 2015

„Im Wasser, umflossen von Licht, entstanden Einzeller. Mehrzeller, Fische, Farne, Bäume, Tiere, der Mensch, das Privateigentum und schließlich die Familie.“

In Zeiten der Krise, in denen unser System an den Rändern ausfranst, wo es in Europa wieder Lagerbildungen und an den Außengrenzen Krieg gibt, setzt sich das Citizen.KANE.Kollekiv mit dem Themenkomplex „Wie wollen und wie werden wir leben“ / „Demokratie oder was davon übrig blieb“ auseinander. Ausgehend vom gesellschaftlichen Einzeller Familie soll der komplexe Vielzeller Gesellschaft untersucht werden.

Das Citizen.KANE.Kollekiv hat gemeinsam mit der Autorin Anne Rabe ein performatives Theaterstück über die Radikalisierung eines jungen Mädchens entwickelt. Aus Deutschland sind bisher einige hundert junge Menschen nach Syrien gereist, um sich dem sogenannten “Islamischen Staat” anzuschließen. Wir fragen uns: Wie kann aus einem jungen Sinnsucher ein gewaltbereiter Neosalafist werden? Warum endet die Beschäftigung mit der Religion der „liebenden Hingabe an Gott“ bei heutigen Islam-konvertiten oft so desaströs? Und was hat der Neosalafismus überhaupt mit dem Islam zu tun?

„Achtzehn Einhundertneun – Paradies“ entsteht in Kooperation mit dem Theater Rampe in Stuttgart. Darüberhinaus arbeitet das Citizen.KANE.Kollekiv für dieses Projekt mit InsideOut zusammen, einer neuen Fach- und Beratungsstelle zur Radikalisierungsprävention von gewaltorientierten Salafismus in Stuttgart.

Beteiligte
Regie: Christian Müller
Text: Anne Rabe
Ausstattung: Zahava Rodrigo
Darsteller: Sarah Kempin, Andrea Leonetti,
Jonas Bolle, Jürgen Kärcher, Simon Kubat
Produktionsleitung: Isabelle von Gatterburg
Video: Christopher Bühler

Karten: karten@theaterrampe.de
oder
+49 (0)711 620 09 09 15

theaterrampe.de

Gefördert durch die Konzeptionsförderung der Stadt Stuttgart, die Projektförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. und des Landesverband freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Rampe und InsideOut Beratungsstelle zur Radikalisierungsprävention.